Ursachen und Behandlung
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Hämorrhoiden: Was bei Jucken, Brennen oder Blut sinnvoll ist
Beschwerden im Analbereich sind häufig, werden aber oft lange nicht abgeklärt. Welche Ursachen infrage kommen, wann einfache Maßnahmen reichen und wann Verfahren wie Laser oder Operation besprochen werden.
Von Christopher Langenhan, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie · Aktualisiert am 11. September 2026 · Lesezeit etwa 8 Minuten
Werblicher Beitrag. Dieser Ratgeber entsteht in Kooperation mit der ARTES Klinik, Köln, und wird von ihr finanziert. Er informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche Untersuchung.
Jucken, Brennen, Nässen oder hellrotes Blut am Toilettenpapier sind Beschwerden, über die viele nur ungern sprechen. Deshalb wird ein Arzttermin häufig aufgeschoben, selbst wenn die Symptome immer wieder auftreten.
Dabei lässt sich meist schnell klären, ob tatsächlich ein Hämorrhoidalleiden vorliegt und welche Behandlung zum Befund passt. Nicht jede Veränderung muss operiert werden. Dieser Artikel zeigt die üblichen Möglichkeiten und ihre Grenzen.
Was sind Hämorrhoiden überhaupt?
Jeder Mensch hat Hämorrhoiden. Gemeint ist ein Gefäßpolster am Ende des Enddarms, das gemeinsam mit dem Schließmuskel für die Feinabdichtung sorgt. Beschwerden entstehen erst, wenn sich dieses Polster vergrößert oder verlagert. Dann kann es zu Juckreiz, Brennen, Nässen, einem Fremdkörpergefühl oder hellrotem Blut am Toilettenpapier kommen.
Ärztlich wird das Hämorrhoidalleiden in vier Grade eingeteilt. Die Einordnung entscheidet mit darüber, welche Behandlung überhaupt sinnvoll ist.
Auf einen Blick
- Mehr als die Hälfte der Erwachsenen ist im Laufe des Lebens einmal betroffen, Männer und Frauen etwa gleich häufig.
- Begünstigend wirken sitzende Tätigkeit, ballaststoffarme Ernährung, starkes Pressen, Schwangerschaften und eine Bindegewebsschwäche.
- Ähnliche Beschwerden können andere Ursachen haben. Blut im Stuhl sollte deshalb immer ärztlich abgeklärt werden.
Warum warten so viele so lange?
Viele Betroffene nennen ähnliche Gründe für das Warten: Scham, Sorge vor der Untersuchung und die Befürchtung, dass am Ende automatisch eine Operation folgt.
Für die behandelnde Praxis gehört die Untersuchung zum Alltag. Sie dauert in der Regel nur wenige Minuten. Je nach Befund kommen zunächst einfache Maßnahmen, ambulante Verfahren oder bei fortgeschrittenen Stadien auch eine Operation infrage.
Welche Behandlungen gibt es?
Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt vom Grad des Hämorrhoidalleidens und von den Beschwerden ab. Bei leichten Befunden reichen oft konservative Maßnahmen. Eingriffe werden erst dann relevant, wenn sie medizinisch zum Befund passen.
Konservative Maßnahmen
Ballaststoffreiche Ernährung, ausreichend trinken, weicher Stuhl ohne Pressen, Bewegung, Salben oder Zäpfchen gegen akute Beschwerden. Bei Grad I und leichten Beschwerden ist das oft der erste und manchmal auch der einzige Schritt.
Verödung und Gummibandligatur
Bewährte Verfahren in der Praxis, meist ohne Narkose. Bei Grad I bis II häufig wirksam, mitunter sind mehrere Sitzungen nötig, und die Beschwerden können wiederkehren.
Lasertherapie
Ein Verfahren, bei dem das vergrößerte Gewebe von innen mit Laserenergie behandelt wird, ohne dass Schleimhaut entfernt werden muss. Vor allem bei Grad II und III eine Option.
Klassische Hämorrhoidektomie
Die chirurgische Entfernung bleibt bei fortgeschrittenen Befunden, besonders Grad IV, der etablierte Standard. Sie gilt als sehr wirksam, geht aber mit einer längeren und spürbareren Heilungsphase einher.
Wie funktioniert die Lasertherapie?
Bei der Laserhämorrhoidoplastie wird über einen sehr kleinen Zugang eine feine Lasersonde in das vergrößerte Gefäßpolster eingeführt. Die abgegebene Energie führt dazu, dass sich das Gewebe von innen zusammenzieht und im Verlauf der folgenden Wochen schrumpft. Die empfindliche Schleimhaut und der Schließmuskel werden dabei geschont, weil nichts herausgeschnitten wird.
Die Laserbehandlung kann ambulant durchgeführt werden. Da dabei im Vergleich zu einer klassischen Entfernung weniger Gewebe offen verletzt wird, kann die Erholungsphase kürzer ausfallen. Wie schnell Alltag und Arbeit wieder möglich sind, hängt vom Befund und vom individuellen Verlauf ab.
Wichtig zu wissen
- Auch die Lasertherapie ist ein Eingriff. Schwellungen, Nachblutungen, vorübergehende Beschwerden oder ein Wiederauftreten der Symptome sind möglich.
- Ob das Verfahren geeignet ist, hängt von Grad, Befund und persönlicher Situation ab und wird ausschließlich in der ärztlichen Untersuchung entschieden.
- Ein bestimmtes Ergebnis kann nicht zugesichert werden.
Wie läuft eine Behandlung ab?
Der Ablauf ist überschaubar: Untersuchung, Einordnung des Befunds, Besprechung der Optionen und bei Bedarf die Behandlung. Die einzelnen Schritte können je nach Befund abweichen.
- Vertrauliches Erstgespräch. Sie schildern Ihre Beschwerden in einem geschlossenen Sprechzimmer. Sie entscheiden, wie ausführlich. Fragen sind ausdrücklich erwünscht.
- Kurze Untersuchung. Ein Blick mit einem kleinen Untersuchungsinstrument, wenige Minuten, in der Regel schmerzfrei. Daraus ergibt sich der Grad und damit die Auswahl der Möglichkeiten.
- Gemeinsame Entscheidung. Christopher Langenhan erklärt, welche Wege in Ihrem Fall infrage kommen, mit Vorteilen, Grenzen und Risiken. Es entsteht keine Verpflichtung.
- Der Eingriff. Fällt die Wahl auf die Lasertherapie, erfolgt sie in der Regel ambulant. Die Narkoseform wird individuell festgelegt. Der Eingriff dauert meist unter einer halben Stunde.
- Nachsorge. Sie erhalten klare Hinweise zu Stuhlregulierung, Hygiene und Schonung. Ein Kontrolltermin nach einigen Tagen gehört dazu.
Wer behandelt in der ARTES Klinik?
Die ARTES HeumarktClinic ist eine Privatpraxis in Köln. Beratung, Untersuchung und Nachsorge finden an einem Standort statt, mit festen Ansprechpersonen für den jeweiligen Behandlungsweg.
Christopher Langenhan
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, ARTES Klinik, Köln
- Über 16 Jahre Erfahrung in ästhetischer und rekonstruktiver Chirurgie
- Zuvor leitend an namhaften Kliniken für Plastische Chirurgie tätig
- Behandlung und Aufklärung liegen in einer Hand, von der Beratung bis zur Nachkontrolle
- Er sagt auch ab, wenn ein Eingriff aus seiner Sicht nicht das Richtige ist
Beschwerden ärztlich einordnen lassen
Im persönlichen Termin wird geklärt, was hinter den Beschwerden steckt und welche Behandlungsmöglichkeiten zum Befund passen. Eine Behandlung wird erst nach Untersuchung und Aufklärung entschieden.
Ob und welche Behandlung für Sie geeignet ist, wird ausschließlich in der persönlichen ärztlichen Untersuchung festgestellt.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Koloproktologie: S3-Leitlinie Hämorrhoidalleiden, AWMF-Register-Nr. 081-007.
- Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Hämorrhoiden, gesundheitsinformation.de.
- Berufsverband der Coloproktologen Deutschlands: Patienteninformation Hämorrhoidalleiden.
Wichtiger Hinweis. Dieser Artikel enthält allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung verwendet werden. Er ersetzt keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Beratung. Ein bestimmter Behandlungserfolg kann nicht zugesichert werden. Jede Behandlung setzt eine individuelle ärztliche Prüfung der Eignung voraus.
Fachlich geprüft von Christopher Langenhan · Aktualisiert am 11. September 2026 · Redaktionelle Standards
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